Konzentrationsschwäche und Müdigkeit bei Kindern

Junge bei den Hausaufgaben mit KonzentrationsstörungSpätestens ab dem 31. August heißt es für alle Kinder wieder: Schulbank drücken und Hausaufgaben machen, anstatt an der frischen Luft zu spielen oder im Freibad die Sommertage zu verbringen.

Wenn du dann feststellst, dass dein Kind oft müde ist und sich beispielsweise nicht auf seine Hausaufgaben konzentrieren kann, solltest du die Ursache zuerst in deinen eigenen vier Wänden suchen: Denn da herrscht im wahrsten Sinne des Wortes „dicke Luft“. Laut einer Studie von velux.de („Healty Home Barometer 2016“) lüften ganze 59 % der Europäer weniger als die empfohlenen zwei Mal pro Tag und haben somit ein schlechtes Raumklima. Fast die Hälfte dieses Personenkreises fühlt sich energielos und oft auch krank. Und das zu Recht, denn frische Luft ist für unseren Organismus genauso wichtig wie genügend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung. Zudem beugt frische Luft Schimmelbildung im Gebäude vor und stärkt das Immunsystem.

Doch was ist eigentlich „Raumklima“?
Als Raumklima werden im Allgemeinen die Faktoren bezeichnet, die in Innenräumen das Wohlbefinden von Menschen beeinflussen. Diese Faktoren werden im Wesentlichen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt bestimmt.

Kohlenstoffdioxid (CO2) entsteht unter anderen beim Menschen über die Zellatmung, wenn die Körperzellen den eingeatmeten Sauerstoff nutzen, um Energie aus der Nahrung zu gewinnen. Das so erzeugte Kohlenstoffdioxid ist gewissermaßen ein „Abfallprodukt“ unseres Körpers und wird durch das Ausatmen ausgeschüttet. Je höher der CO2-Gehalt in der Luft ist, desto geringer wird die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit des Menschen und er bekommt z.B. Kopfschmerzen. Da gerade Kinderzimmer sowohl als Lern- oder Spielzimmer und als Schlafzimmer genutzt werden und das Kind permanent CO2 ausatmet, steigt in diesen Räumen die Gefahr, an Konzentrationsschwäche oder Müdigkeit zu leiden. Um diesen Symptomen vorzubeugen, solltest du regelmäßig lüften. 

Der CO2-Gehalt in der Raumluft (der in ppm angegeben wird) kann mit einem professionellen CO2-Messgerät wie dem luftfux ermittelt werden. Ab ca. 1.000 ppm solltest du die Fenster öffnen. Der luftfux informiert dich sogar per Alarmfunktion, wenn du lüften solltst. Deinem Schulkind wird somit das Lernen und Hausaufgaben machen in gut durchlüfteten Räumen viel leichter fallen.

Dass das richtige Raumklima beim Lernen wichtig ist, erkennen auch Schulen, die in den letzten Jahren immer häufiger Kinder mit Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Müdigkeit feststellen konnten. Deshalb engagiert sich die Energieagentur Rheinland-Pfalz für gute Luft in Klassenräumen und bietet für Schulen eine Unterrichtseinheit namens „Zimmerwetter“ an, die den Kindern aufzeigen soll, wie sich das Raumklima auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. Mehr zu dieser Initiative können Sie hier nachlesen: Artikel zur Initiative „Zimmerwetter“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz

In diesem Sinne wünschen wir allen Schulkindern einen guten Start in das neue Schuljahr!

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