Dipl. Ing. Jürgen Luft rät: Besser schlafen durch sauerstoffreiche Luft

Tipps und Tricks darüber, wie sich die Schlafqualität verbessern lässt und man morgens wach und erholt in den Tag starten kann, findet man umfangreich im Internet und auch Fachzeitschriften und Tageszeitungen greifen dieses Thema immer wieder auf.

Ein Fakt, der dabei immer wieder zur Sprache kommt, ist, dass der CO2-Gehalt in der Luft einen hohen Einfluss auf die Schlafqualität und das Wohlbefinden am folgenden Tag hat.

Eine aktuelle Studie der Fachzeitschrift Indoor Air belegte diese Wahrnehmung in einer Untersuchung, in der Probanden über mehrere Nächte entweder einem hohen (>2000 ppm) bzw. niedrigen (<1000 ppm) CO2-Gehalt ausgesetzt waren. Sowohl die Befragung der Personen, als auch durchgeführte Tests bestätigten, dass die empfundene Schlafqualität und die Konzentrationsfähigkeit am folgenden Tag bei einem niedrigen CO2-Gehalt besser waren.

Ich wollte dieses Ergebnis auch einmal selbst testen: Dazu habe ich die Logging-Funktion des luftfux verwendet und eine Messung der Lufteigenschaften in meinem Schlafzimmer über drei Nächte aufgezeichnet. Ich habe eine Lüftungsanlage. Diese stellte ich in der ersten Nacht auf eine Leistung von 50%. Die blaue Linie zeigt den Anstieg des CO2-Gehalts in der Luft. Dieser liegt im Höhepunkt bei 1000-1500 ppm und dementsprechend habe ich mich am folgenden Morgen ausgeruht gefühlt.1_messung_blog

In der zweiten Nacht stellte ich die Lüftungsanlage vollständig aus. Und es ist unschwer erkennbar: Der CO2-Gehalt in meinem Schlafzimmer ging innerhalb kurzer Zeit durch die Decke. Das habe ich auch selbst bemerkt – ich musste mitten in der Nacht aufstehen und die Lüftungsanlage auf volle Leistung einstellen.2_messung_blog

In der dritten Nacht meines Selbsttests habe ich die Lüftungsanlage nun von Anfang an auf volle Leistung gestellt. Man sieht: die blaue Linie übersteigt nie die 1000 ppm Marke. Wie man bereits erahnen kann, wachte ich sehr erholt auf.3_messung_blog

Nicht jeder hat eine Lüftungsanlage, aber den Selbsttest kann man genauso leicht durch eigenes Lüften machen. Meine Empfehlung: Abends vor dem Schlafen einiges Minuten Stoß- bzw. Querlüften und auch morgens direkt nach den Aufstehen. Und dann über die Logging-Funktion des luftfux austesten, ob es zusätzlich ggf. noch notwendig ist, das Fenster auch über Nacht „auf Kipp“ zu haben.

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